DRG-Wiederaufnahme 2004: Fallzusammenführung nur bei § 2 KFPV 2004
- Rechtsgebiet
- Sozialrecht
Abstrakte Rechtssätze
Der öffentlich-rechtliche Erstattungsanspruch setzt eine rechtsgrundlose Vermögensverschiebung im Rahmen eines öffentlich-rechtlichen Rechtsverhältnisses voraus.
Die Abrechnungsbeziehungen zwischen Krankenkassen und zugelassenen Krankenhäusern sind nach § 69 Satz 2 SGB V öffentlich-rechtlich ausgestaltet.
Eine Fallzusammenführung bei Wiederaufnahme in dasselbe Krankenhaus ist nach der KFPV 2004 nur in den in § 2 Abs. 1 bis 3 KFPV 2004 normierten Fällen zulässig; eine analoge oder erweiternde Anwendung scheidet aus.
Abrechnungsbestimmungen des DRG-Systems sind wegen ihrer Funktion im Massengeschäft grundsätzlich eng am Wortlaut und unterstützt durch Systematik auszulegen.
Das Wirtschaftlichkeitsgebot verpflichtet Krankenhäuser nicht, die für die Krankenkasse finanziell günstigste Behandlungsdurchführung zu wählen.
Zitiert (4)
- BSG · B 1 KR 8/11 R · 08.11.2011BSG: DKR 0901e als lex specialis – Abrechnung Koronarangioplastie nach DRG F57B
- BSG · B 3 KR 18/11 R · 12.07.2012Fallzusammenführung bei Wiederaufnahme wegen Komplikation: Verantwortungsbereich des Krankenhauses
- BSG · B 3 KR 15/11 R · 12.07.2012Fallzusammenführung nach FPV 2008 bei unvermeidbarer Komplikation innerhalb Grenzverweildauer
- BSG · B 1 KR 15/11 R · 06.03.2012FPV 2007: Kein Verlegungsabschlag nur bei ≤24 Stunden dauernder abrechenbarer Vorbehandlung