Treffer
BVerwG Beschluss

Beschwerde zur Klärung des anzurechnenden Erwerbseinkommens nach § 53 Abs. 5 SVG

Gericht
BVerwG
Spruchkörper
2. Senat
Aktenzeichen
2 B 98/09, 2 B 98/09 (2 C 18/10)
Datum
20.04.2010
Rechtsgebiet
Sozialrecht
Quelle
Das Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerde in einem Verfahren zur Soldatenversorgung für begründet erklärt. Streitgegenstand ist die Auslegung des Begriffs des anzurechnenden Erwerbseinkommens nach § 53 Abs. 5 SVG. Der Senat hält das Hauptsacheverfahren für geeignet, diese Begriffsklärung vorzunehmen, und öffnet damit den Weg zur materiellen Entscheidung. Eine weitergehende Prüfung erfolgt in der Hauptsache.

Abstrakte Rechtssätze

1

Eine Beschwerde ist begründet, wenn das Beschwerdegericht feststellt, dass das Hauptsacheverfahren geeignet ist, eine für die Entscheidung wesentliche Rechtsfrage näher zu klären.

2

Der Begriff des anzurechnenden Erwerbseinkommens im Sinne des § 53 Abs. 5 SVG ist materiell-rechtlich zu bestimmen; unklare Anwendungsfragen sind im Hauptsacheverfahren aufzuklären.

3

Rechtsfragen zur Anrechnung von Erwerbseinkommen dürfen nicht in summarischen Verfahrensschritten entschieden werden, wenn hierfür eine umfassendere Sach- und Rechtsprüfung in der Hauptsache erforderlich ist.

4

Ist eine Begriffsbestimmung für den Ausgang des Falls erheblich, so ist die Sache zur materiellen Entscheidung bzw. weiteren Ermittlung an das Hauptsacheverfahren zu verweisen.

Relevante Normen

Vorinstanzen

vorgehend Hamburgisches Oberverwaltungsgericht, 26. Juni 2009, Az: 1 Bf 310/07, Urteil

Gründe

1

Die Beschwerde ist begründet. Das Hauptverfahren ist geeignet, den Begriff des anzurechnenden Erwerbseinkommens im Sinne des § 53 Abs. 5 SVG näher zu klären.