Revisionszulassung zur Klärung der Sach- und Rechtslage bei Spätaussiedlerbescheinigung (§15 BVFG)
- Gericht
- BVerwG
- Spruchkörper
- 1. Senat
- Aktenzeichen
- 1 B 15/14, 1 B 15/14 (1 C 30/14)
- Datum
- 27.10.2014
- Rechtsgebiet
- Öffentliches Recht
- ECLI
- ECLI:DE:BVerwG:2014:271014B1B15.14.0
Abstrakte Rechtssätze
Die Zulassung der Revision nach §132 Abs.2 Nr.1 VwGO ist gerechtfertigt, wenn die Sache der Klärung grundsätzlicher Rechtsfragen dient, etwa zur Bestimmung der für Entscheidungen über (nachträgliche) Aufnahmeanträge und die Ausstellung von Spätaussiedlerbescheinigungen nach §15 Abs.1 BVFG maßgeblichen Sach- und Rechtslage.
Bei Anträgen auf (nachträgliche) Aufnahme oder auf Ausstellung einer Spätaussiedlerbescheinigung nach §15 Abs.1 BVFG hat die entscheidende Stelle zunächst festzustellen, welche tatsächlichen Voraussetzungen und welches rechtliche Bewertungsbild für die Entscheidung relevant sind.
Fragen zur Auslegung und Anwendung des BVFG, die über den Einzelfall hinaus Bedeutung haben, rechtfertigen die Zurkenntnisnahme durch das Bundesverwaltungsgericht, um eine einheitliche höchstrichterliche Rechtsprechung zu sichern.
Vorinstanzen
vorgehend Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, 26. Mai 2014, Az: 11 A 1250/12, Urteil
vorgehend VG Köln, 26. April 2012, Az: 7 K 2649/10
Gründe
Die Revision ist wegen grundsätzlicher Bedeutung (§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO) zuzulassen, weil sie dem Senat Gelegenheit zur weiteren Klärung geben kann, welche Sach- und Rechtslage bei der Entscheidung über einen (nachträglichen) Aufnahmeantrag und einen Antrag über Ausstellung einer Spätaussiedlerbescheinigung nach § 15 Abs. 1 BVFG zu Grunde zu legen ist.