Gegenstandswertfestsetzung der anwaltlichen Tätigkeit in Verfassungsbeschwerdeverfahren
- Gericht
- BVerfG
- Spruchkörper
- 2. Senat
- Aktenzeichen
- 2 BvR 309/15, 2 BvR 502/16
- Datum
- 08.11.2018
- Rechtsgebiet
- Öffentliches Recht
- ECLI
- ECLI:DE:BVerfG:2018:rs20181108.2bvr030915
Abstrakte Rechtssätze
Das Bundesverfassungsgericht kann im verfassungsgerichtlichen Verfahren den Gegenstandswert der anwaltlichen Tätigkeit durch gerichtliche Entscheidung festsetzen.
Die Festsetzung des Gegenstandswerts erfolgt in einem konkreten Geldbetrag und wird durch den Tenor der Entscheidung rechtsverbindlich festgestellt.
Die Festsetzung des Gegenstandswerts dient der Klarstellung des wirtschaftlichen Interesses an anwaltlicher Tätigkeit und hat Auswirkungen auf die Bemessung von Vergütung und Verfahrenskosten.
Gegenstandswertfestsetzungen werden als selbständige prozessuale Entscheidungen getroffen und sind Teil der verfahrensrechtlichen Abwicklung eines Verfassungsbeschwerdeverfahrens.
Vorinstanzen
vorgehend AG Ludwigsburg, 4. Februar 2015, Az: 5 XIV 29/15 L, Beschluss
vorgehend OLG München, 4. Februar 2016, Az: 1 U 2264/15, Urteil
vorgehend LG München I, 27. Mai 2015, Az: 15 O 21894/11, Urteil
vorgehend BVerfG, 24. Juli 2018, Az: 2 BvR 309/15, Urteil
nachgehend BVerfG, 17. September 2019, Az: 2 BvR 309/15, Beschluss
Tenor
Der Wert des Gegenstands der anwaltlichen Tätigkeit wird auf 150.000 € (in Worten: einhundertfünfzigtausend Euro) festgesetzt.