Nichtannahme: Wiedereinsetzung in Monatsfrist nach §93 BVerfGG abgelehnt
- Gericht
- BVerfG
- Spruchkörper
- 2. Senat 2. Kammer
- Aktenzeichen
- 2 BvR 104/15
- Datum
- 30.09.2015
- Rechtsgebiet
- Öffentliches Recht
- ECLI
- ECLI:DE:BVerfG:2015:rk20150930.2bvr010415
Abstrakte Rechtssätze
Ein Antrag auf Wiedereinsetzung in die Monatsfrist gemäß § 93 Abs. 1 S. 1 i.V.m. § 93 Abs. 2 S. 5 BVerfGG ist unzulässig, wenn er nicht innerhalb eines Jahres nach dem Ende der versäumten Frist gestellt wird.
Die Gewährung der Wiedereinsetzung setzt voraus, dass der Antragsteller substantiiert und glaubhaft darlegt, dass er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist gehindert war (§ 93 Abs. 2 S. 1 BVerfGG).
Die in § 93 Abs. 2 S. 5 BVerfGG geregelte Jahresfrist ist als Ausschlussfrist zu behandeln; ihr Ablauf begründet die Unzulässigkeit des Wiedereinsetzungsantrags.
Eine Verfassungsbeschwerde wird vom Bundesverfassungsgericht nicht zur Entscheidung angenommen, wenn die formellen Zulässigkeitsvoraussetzungen, namentlich Fristeinhaltung oder wirksame Wiedereinsetzung, nicht vorliegen.
Vorinstanzen
vorgehend LG Landau (Pfalz), 10. Juli 2013, Az: 3 T 119/13, Beschluss
vorgehend AG Landau (Pfalz), 21. Juni 2013, Az: 1 XIV 198/13 L, Beschluss
Tenor
Der Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wird abgelehnt, da er nicht innerhalb eines Jahres nach dem Ende der versäumten Frist gestellt worden ist (vgl. § 93 Abs. 2 Satz 5 BVerfGG). Im Übrigen hat die Beschwerdeführerin nicht ausreichend dargelegt, dass sie ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist gehindert war (vgl. § 93 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG).
Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.
Diese Entscheidung ist unanfechtbar.