Abweisung eA: Verfassungsbeschwerde unzulässig wegen fehlender Rechtswegerschöpfung
- Gericht
- BVerfG
- Spruchkörper
- 2. Senat 1. Kammer
- Aktenzeichen
- 2 BvQ 96/19
- Datum
- 05.12.2019
- Rechtsgebiet
- Öffentliches Recht
- ECLI
- ECLI:DE:BVerfG:2019:qk20191205.2bvq009619
Abstrakte Rechtssätze
Eine Verfassungsbeschwerde setzt die Erschöpfung des fachgerichtlichen Rechtswegs voraus; ist der Rechtsbehelf beim zuständigen Fachgericht noch zulässig, ist die Verfassungsbeschwerde unzulässig.
Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung erfordert, dass die beabsichtigte Verfassungsbeschwerde hinreichend substantiiert dargelegt ist; fehlt es an einer solchen Substantiierung, ist der eA-Antrag unzulässig.
Bei Vorliegen von Unzulässigkeitsgründen (z. B. fehlende Rechtswegerschöpfung oder unzureichende Substantiierung) besteht kein Raum für eine Abwägung der Folgen zugunsten des Antragstellers.
Die Ablehnung eines eA-Antrags wegen Verfahrensvoraussetzungen ist unanfechtbar, wenn die entscheidenden Zuschreibungen auf unüberwindbaren Zulässigkeitsdefiziten beruhen.
Vorinstanzen
vorgehend AG Frankfurt, 28. November 2019, Az: 934 XIV 2147/19 B, Beschluss
Tenor
Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wird abgelehnt.
Die noch zu erhebende Verfassungsbeschwerde wäre mangels Rechtswegerschöpfung unzulässig. Dem Antragsteller steht noch das Rechtsmittel der Beschwerde zum Landgericht Frankfurt am Main offen. Im Übrigen wäre die Verfassungsbeschwerde auf der Grundlage des bisherigen Vortrags des Antragstellers nicht hinreichend substantiiert begründet. Für eine Folgenabwägung wäre daher kein Raum.
Gründe
Diese Entscheidung ist unanfechtbar.