Einstweilige Anordnung: Aufschub der Preisansagepflicht für Call-by-Call bis 1.8.2012
- Gericht
- BVerfG
- Spruchkörper
- 1. Senat
- Aktenzeichen
- 1 BvR 367/12
- Datum
- 04.05.2012
- Rechtsgebiet
- Öffentliches Recht
- ECLI
- ECLI:DE:BVerfG:2012:rs20120504.1bvr036712
Abstrakte Rechtssätze
Ein Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung kann den Aufschub des Inkrafttretens einer gesetzlichen Regelung zum Gegenstand haben.
Das Bundesverfassungsgericht kann den Eintritt einer gesetzlichen Regelung vorläufig aufschieben, ohne dem gesamten Antrag stattzugeben; einzelne Antragsbegehren können abgewiesen werden.
Die Begründung einer Entscheidung nach § 32 Abs. 5 Satz 2 BVerfGG kann den Beteiligten gesondert übermittelt werden.
Fehlt bei der Einführung einer materiellen Pflicht eine Übergangsregelung, kann dies die Erforderlichkeit einer vorläufigen Aussetzung ihres Inkrafttretens begründen.
Tenor
Artikel 1 Nummer 62 Buchstabe a) aa) des vom Deutschen Bundestag am 9. Februar 2012 beschlossenen und vom Bundespräsidenten am 3. Mai 2012 ausgefertigten Gesetzes zur Änderung telekommunikationsrechtlicher Regelungen tritt nicht vor dem 1. August 2012 in Kraft.
Im Übrigen wird der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung abgelehnt.
...
Die Begründung wird den Beteiligten gesondert übermittelt (§ 32 Abs. 5 Satz 2 BVerfGG).
Zitiert von (6)
- BVerwG · 9 C 22/14 · 14.10.2015Vergnügungssteuer: Systemwechsel zum Einspielergebnis erfordert ggf. Übergangsregelung
- BVerwG · 3 C 28/16 · 13.06.2019Kükentöten: kein vernünftiger Grund aus Wirtschaftlichkeit, aber Übergangszeit zulässig
- Oberverwaltungsgericht NRW · 20 A 1165/16 · 05.07.2019Tierschutzverein: Keine Klagebefugnis für Akteneinsicht/Beteiligung nach Auslaufen TierschutzVMG NRW
- BVerwG · 3 C 29/16 · 13.06.2019Kükentöten: „Vernünftiger Grund“ nur als Übergang bis zu verfügbaren Alternativen
- BVerwG · 8 B 11/15 · 18.01.2016Nichtzulassung der Revision zur Fachpersonalpflicht in Sonnenstudios nach UVSV
- BVerfG · 1 BvR 2366/12 · 28.11.2012Einstweilige Anordnung: vorläufige Kostenübernahme für Tagesförderstätte bei Gefährdung