Streitwertfestsetzung bei Zahlungsklage und negativer Feststellung in Mietsachen
- Gericht
- BGH
- Spruchkörper
- 8. Zivilsenat
- Aktenzeichen
- VIII ZR 235/09
- Datum
- 12.05.2010
- Rechtsgebiet
- Zivilrecht
Abstrakte Rechtssätze
Bei kumulativen Anträgen ist der Streitwert für das Revisionsverfahren grundsätzlich aus der Summe der Streitwerte der einzelnen Anträge zu bilden.
Der Streitwert einer negativen Feststellung über die Unwirksamkeit einer Mieterhöhung bemisst sich nach dem wirtschaftlichen Interesse des Klägers und kann durch Berücksichtigung der voraussichtlichen Mehrbelastungen über einen angemessenen Zeitraum ermittelt werden.
Bei Feststellungsklagen in Mietsachen kann zur Ermittlung des wirtschaftlichen Interesses die streitige monatliche Mietdifferenz mit einer angemessenen Anzahl von Monaten multipliziert werden.
Der Senat kann die Streitwertfestsetzung für das Revisionsverfahren ändern und einen vorherigen Senatsbeschluss abändern.
Vorinstanzen
vorgehend BGH, 24. März 2010, Az: VIII ZR 235/09, Urteil
vorgehend BGH, 24. März 2010, Az: VIII ZR 235/09, Beschluss
vorgehend LG Berlin, 11. August 2009, Az: 65 S 158/08, Urteil
vorgehend AG Charlottenburg, 15. April 2008, Az: 224 C 222/07
Tenor
Der Streitwert für die Revisionsinstanz wird in Abänderung des Senatsbeschlusses vom 24. März 2010 auf
28.486,36 €
festgesetzt (Zahlungsantrag 11.880,40 € + Feststellungsantrag 42 x 395,38 €).
Ball Dr. Milger Dr. Hessel
Dr. Fetzer Dr. Bünger