Anhörungsrüge gegen Zurückweisung der Beschwerde wegen Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde zurückgewiesen
- Gericht
- BGH
- Spruchkörper
- Kartellsenat
- Aktenzeichen
- KZR 36/14
- Datum
- 18.05.2015
- Rechtsgebiet
- Verfahrensrecht
Abstrakte Rechtssätze
Eine Anhörungsrüge kann nicht dazu dienen, das Gericht zur Mitteilung einer über die übliche Entscheidungssatz hinausgehenden eingehenden Begründung einer letztinstanzlichen Entscheidung zu zwingen.
Letztinstanzliche Entscheidungen bedürfen grundsätzlich keiner eingehenden Begründung; dies folgt aus der verfassungsgerichtlichen Rechtsprechung.
Wird ein Zulassungsgrund geprüft und als nicht durchgreifend beurteilt, rechtfertigt dies allein noch keine erfolgreiche Anhörungsrüge.
Die bloße Behauptung einer Gehörsverletzung ohne substantiiertes Vorbringen, dass das Gericht entscheidungserhebliche Einwendungen übergangen hat, genügt nicht für den Erfolg einer Anhörungsrüge.
Vorinstanzen
vorgehend BGH, 14. April 2015, Az: KZR 36/14
vorgehend OLG Düsseldorf, 2. Juli 2014, Az: VI-U (Kart) 22/13, Urteil
vorgehend LG Köln, 28. Mai 2013, Az: 87 O (Kart) 8/06, Urteil
Tenor
Die Anhörungsrüge des Klägers vom 30. April 2015 gegen den Beschluss des Senats vom 14. April 2015 wird zurückgewiesen. Der Senat hat die geltend gemachten Zulassungsgründe geprüft und sie für nicht durchgreifend erachtet. Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (Beschluss vom 8. Januar 2004 - 1 BvR 864/03, NJW 2004, 1371, 1372 m.w.N.) bedarf eine letztinstanzliche Entscheidung grundsätzlich keiner eingehenden Begründung. Auf dem Wege der Anhörungsrüge kann die Partei die Mitteilung einer solchen Begründung nicht erzwingen.
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