Berichtigungsbeschluss: Tenorberichtigung wegen offensichtlichen Schreibfehlers – Klägerin trägt Kosten
- Gericht
- AG
- Spruchkörper
- 19. Kammer
- Aktenzeichen
- 19 C 1973/21
- Datum
- 15.12.2021
- Rechtsgebiet
- Verfahrensrecht
Abstrakte Rechtssätze
Ein Berichtigungsbeschluss dient der Korrektur offensichtlicher Schreibfehler im Tenor, wenn aus Tenor und Entscheidungsgründen eindeutig die abweichende, gemeinte Entscheidung hervorgeht.
Die Berichtigung beschränkt sich auf die Behebung formeller Fehler; sie ersetzt keine inhaltliche Überprüfung oder Abänderung des Urteilsumfangs.
Die Kostenentscheidung folgt dem Grundsatz, dass die überwiegend unterliegende Partei die Kosten des Verfahrens zu tragen hat; die Auferlegung kann sich aus §§ 91, 92 Abs. 2 Nr. 1 ZPO ergeben.
Ein Antrag auf Tenorberichtigung ist stattzugeben, wenn der Antragsteller substantiiert darlegt, dass ein offensichtlicher Schreibfehler vorliegt und die Entscheidungsgründe die beabsichtigte anderslautende Tenorregelung erkennen lassen.
Vorinstanzen
AG Augsburg, Endurteil, vom 2021-11-23, – 19 C 1973/21
Tenor
Das Urteil des Amtsgerichts Augsburg vom 26.10.2021 wird auf Antrag der beklagten Partei im Tenor in Ziffer 2 wie folgt abgeändert aufgrund eines offensichtlichen Schreibfehlers:
„2. Die Klägerin hat die Kosten des Rechtsstreits zu tragen.“
Gründe
Es handelt sich um einen offensichtlichen Schreibfehler. Aus dem Tenor des Urteils in Ziffer 1 und den Entscheidungsgründen ergibt sich, dass die Klägerin weit überwiegend unterliegt und das Gericht deshalb ihr gemäß §§ 91, 92 Abs. 2 Nr. 1 ZPO die Kosten des Verfahrens auferlegen wollte.